Bourbon-Vanille: Echte Vanille richtig verwenden
Falls Sie bisher noch nie echte Vanille verarbeitet haben, lohnt es sich für Sie, weiterzulesen. Denn Bourbon Vanille ist eines der wichtigsten Gewürze, das wir in der Küche verwenden. Ihr Duft und der Geschmack einer aufgeschnittenen Schote ist intensiv und unterscheidet sich zu industriellem Vanillin extrem. In unserer Kategorie Gewürze widmen wir uns heute ganz diesem Thema. Wir zeigen Ihnen, was das echte Gewürz ausmacht, wie Sie Vanille richtig verwenden und Vanilleprodukte es gibt – von der ganzen Schote über Mark bis hin zum Pulver.
👉Echte Bourbon-Vanille – In der Küche unverzichtbar
Vanille ist nach Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt. Mit ihr schmecken Backwerke und Desserts doppelt so lecker! Wenn Sie Vanillegeschmack lieben, sollten Sie unbedingt echte Vailleprodukte verwenden – entweder als ganze Schote, Vanillekaviar oder gemahlene Vanille. Denn künstliches Vanillin kann den Geschmack einer echten Schote niemals ersetzen.
In unserer Küche nutzen wir seit mindestens 30 Jahren naturbelassene Produkte, um Kuchen, Plätzchen, Desserts oder süße Saucen zu verfeinern. Je nachdem, was wir zubereiten, verwenden wir drei verschiedene Vanilleprodukte:
- ganze Bourbon-Vanilleschoten
- frisches Vanillemark
- gemahlene Vanille
Was die Unterschiede sind, wofür welche Vanilleprodukte am besten geeignet sind und wie Sie Vanille richtig verwenden, erklären wir Ihnen in unserem Vanille-Ratgeber.
Die drei Formen von Vanille im Vergleich: Schote, Mark & Pulver
Im Fachhandel sowie in Gewürzshops erhalten Sie verschiedene Vanilleprodukte von Schote über Mark bis Pulver. Bezogen haben wir diese Produkte direkt aus dem Online-Shop von Galiceanu Naturprodukte, die Wert auf direkten Handel mit Kleinbauern legen. Je nachdem, was Sie in der Küche zubereiten möchten, bietet sich eine anderes Vanilleprodukt an: Schote, Vanillemark oder Vanillepulver. Jede Variante hat ihre eigenen Vorteile bei der Verarbeitung, die wir Ihnen nachfolgend vorstellen.
1. Ganze Bourbon-Vanilleschoten für Flüssigkeiten und Saucen
Ganze Schoten sind die beste Wahl, wenn Flüssigkeiten erhitzt und aromatisiert werden sollen. Wenn Sie beispielsweise eine Vanillesauce, eine Panna Cotta, Milchreis, Eiscreme, Tortenfüllung oder einen selbstgemachten Pudding zubereiten, schneiden Sie die Schote der Länge nach auf und kochen sie direkt in der Milch oder Sahne mit. Die ätherischen Öle sitzen zu einem großen Teil in der Schale selbst. Durch das Erhitzen geben sie ihr Aroma an die Flüssigkeit ab. Für diesen Zweck nutzen wir unsere Vorräte an Bourbon-Vanilleschoten.
2. Frisches Vanillemark oder Vanillekaviar
Vanillemark sind die kleinen schwarzen Körnchen, die sich im Inneren der Schote befinden. Indem man die Vanilleschote längs aufschneidet, lässt sich das Mark, welches auch als Vanillekaviar bezeichnet wird, entnehmen und in der Küche als Gewürz verwenden. Vanillemark schmeckt besonders aromatisch und die kleinen schwarzen Pünktchen sind in der zubereiteten Speise deutlich zu sehen – Vanillekaviar gilt als Beweis, dass die Speise wirklich mit echter Bourbon-Vanille aromatisiert wurde. Wer die Vanilleschote nicht selbst auskratzen will oder nur eine kleine Menge benötigt, kann Vanillemark kaufen. Hier hat der Anbieter das Vanillemark bereits aus der Schote geschabt und in einen Behälter gegeben. Das Mark kann direkt aus dem Gefäß entnommen und untergerührt werden. Das spart Zeit und ist vor allem eine praktische Lösung, wenn nur eine kleine Menge Bourbon-Vanille benötigt wird. Da Vanillekaviar aus dem Inneren der Schote stammt, hat er den vollen Geschmack.
Nicht bei jedem Vanillemark handelt es sich um Vanillekaviar. Die Bezeichnung Mark wird bei Supermarktware häufig auch für das getrocknetes Produkt verwendet, während Vanillekaviar aus dem Fachhandel immer frisch und feucht ist.
3. Gemahlene Vanille und Vanillepulver
Gemahlene Vanille besteht aus der gesamten, getrockneten Schote, die zu Pulver vermahlen wurde. Mit gemahlener Vanille haben Sie immer das Gewürz griffbereit. Das Pulver lässt sich hervorragend unter trockene Zutaten wie Mehl, Stärke oder Zucker mischen, bevor diese mit Flüssigkeit verrührt werden. Es verteilt sich gleichmäßig im Teig und entfaltet beim Backen im Ofen sein kräftiges Aroma, ohne dass Schotenreste zurückbleiben.
Übersicht, wofür man Bourbon-Vanille am besten verwendet
| Bezeichnung | Konsistenz & Eigenschaften | Verwendet für |
| Vanilleschote | ledrig, muss aufgeschnitten werden | hauptsächlich für die Zubereitung von Soßen und Flüssigkeiten, wird mitgekocht oder über Nacht in der Flüssigkeit ruhen gelassen, um das Aroma abzugeben |
| Vanillemark / Vanillekaviar | aus der Schote ausgeschabtes Mark, hat Restfeuchte, später als schwarze Pünktchen in der Speise erkennbar (gilt als Echtheitsmerkmal) | flüssige Texturen (z.B. geschmolzene Schokolade, Sahne, Soßen, Teige), schnelle Verarbeitung, kleine Mengen |
| Vanillepulver | hergestellt aus der getrockneten Schote und dem Mark, trockene Konsistenz, lässt sich sehr gut mit anderen Zutaten mischen | unkomplizierte Anwendung, perfekt für sparsame Dosierung, für leichte Aromatisierung, sehr gut zum Würzen von Fisch oder hellem Fleisch |
Als ganze Schote Vanille richtig in der Küche verarbeiten
Das Mark lässt sich mit wenigen Handgriffen aus der Vanilleschote gewinnen. Dazu brauchen Sie lediglich ein Holzbrett als Unterlage und ein scharfes Küchenmesser mit Spitze.
- Schote öffnen: Legen Sie die Vanilleschote auf das Küchenbrett. Halten Sie die Schote am oberen Stiel fest und ritzen Sie die Kapsel mit einem scharfen kleinen Messer der Länge nach auf. Klappen Sie die Hälften auseinander.
- Mark herauskratzen: Ziehen Sie mit dem Messerrücken oder einem Löffel flach von einem Ende zum anderen über die geöffnete Schale, um das feuchte Mark restlos herauszuschaben. Es kann sofort zum Würzen verwendet werden.
👉Vanille richtig dosieren
Echte Vanille ist äußerst ergiebig. Für einen Rührkuchen oder einen Liter Milchpudding reicht eine halbe Schote oder eine Messerspitze Mark bzw. Pulver aus, um einen leckeren Geschmack zu erzielen.
Was bedeutet der Name Bourbon-Vanille?
Der Name Bourbon-Vanille leitet sich von der Bezeichnung der Insel Réunion im Indischen Ozean ab, die früher den Namen Île Bourbon trug. Auf dieser Insel begann im 19. Jahrhundert die Handbestäubung der Vanillepflanzen, eine Methode zugunsten der Ernteerträge. Der Begriff Bourbon-Vanille sorgt oft für Verwirrung, weil viele Menschen eine Verbindung zu Alkohol (Bourbon-Whisky) vermuten, dies ist jedoch ein Irrtum.
Woher kommt echte Vanille?
Heute wird Bourbon-Vanille vor allem in Madagaskar, auf den Komoren und Réunion angebaut. Die Vanillepflanze ist eine Orchideenart, die Tropenklima benötigt. Da die Insekten zur Bestäubung außerhalb ihrer Ursprungsregion in Mexiko fehlen, erfolgt die Bestäubung in den Anbauländern bis heute in Handarbeit. Diese Pflege und die Fermentation über mehrere Monate erklären den Preis des Gewürzes.
👉Bourbon-Vanille – ein Herkunfts- und Qualitätssiegel
Warum müssen Vanille-Schoten fermentiert werden?
Damit die Bourbon-Vanilleschote ihren Geschmack entwickelt, muss die Schote nach der Ernte fermentiert werden. Vor der Fermentation (Sweating) ist sie grün und bitter. Die Fermentation erstreckt sich über mehrere Monate, in denen die Schote in heißem Wasser gebadet, in Wolldecken schwitzen gelassen und anschließend in der Sonne getrocknet wird.
Was ist der Unterschied zwischen echter Vanille und Vanillin?
Vanillin ist ein künstlicher Aromastoff, im Labor hergestellt aus Holzzellstoff, Lignin oder Erdölderivaten. Es hat nichts mit der echten Gewürz-Vanille zu tun. Vanillin, welches auch in Vanillezucker enthalten ist, hat einen Geschmack, der sehr flach ist. Echte Vanille hingegen besteht aus über 200 natürlichen Aromen. Diese Zusammensetzung verleiht dem Gewürz seinen Geschmack, der nicht künstlich nachgebildet werden kann.
Gewürzvanille: Herkunft, Qualität und Direktimport
Wer regelmäßig in der Küche Bourbon-Vanille verarbeitet, erkennt die Unterschiede bei Feuchtigkeit, Biegsamkeit und Öligkeit. Minderwertige Schoten aus dem Supermarkt sind meist trocken, spröde und geruchlos. Hochwertige Bourbon-Vanilleschoten sind ölig, dunkel, biegsam und verströmen sofort beim Öffnen der Verpackung einen intensiven Duft.
Ein entscheidender Punkt für die Qualität ist die Lieferkette. Der Direktimport von Höfen in Madagaskar – wie er von Galiceanu Naturprodukte betrieben wird – stellt sicher, dass die Erzeuger fair bezahlt werden und keine langen Zwischenlagerungszeiten das Aroma mindern. Vakuumverpackt bleiben die Schoten und das Mark zudem über Monate hinweg frisch.
Wo kann man am besten Bourbon-Vanille kaufen?
Echte Bourbon-Vanille schmeckt am besten, wenn die Schoten frisch sind und nicht Monate im Lager lagern. Vanilleschoten sind in jedem Supermarkt erhältlich, aber die beste Qualität erhalten Sie im Fachhandel. Wenn Sie in einer Gewürzmanufaktur Bourbon-Vanille kaufen, haben Sie viele Vorteile:
- Frische
- Qualität
- kurze Lieferketten
- keine Lagerware
- mehr Auswahl
- günstigere Preise
Wir bestellen grundsätzlich unsere Gewürze online im Fachhandel. Aktuell verwenden wir Bourbon-Vanilleschoten, Vanillekaviar und Vanillepulver von Galiceanu Naturprodukte. Durch den Vorratskauf entfallen im Online-Fachhandel fast immer die Versandkosten – das macht den Kauf meist sogar günstiger im Vergleich zum Supermarkt.
Wie lange ist Bourbon-Vanille haltbar?
Sie können problemlos Bourbon-Vanille aus Madagaskar auf Vorrat kaufen, damit die Versandkosten entfallen. Wichtig ist dabei, auf die Haltbarkeit von Vanille zu achten und nur die Menge zu kaufen, die Sie auch tatsächlich verbrauchen, um einer Überlagerung zuhause entgegen zu wirken.
| Bezeichnung | Haltbarkeit | bei richtiger Lagerung und Verpackung |
| Vanilleschote | 6-12 Monate | in Alufolie eingewickelt oder im Glas dunkel und bei Raumtemperatur |
| Vanillekaviar / Vanillemark | 2-4 Wochen im Kühlschrank, 6 Monate tiefgekühlt | im Glas, dunkel, luftdicht verschlossen |
| Vanillepulver | 12-18 Monate | luftdicht, dunkel, trocken (im Schraubglas) |
Was kann man mit der Vanilleschote machen, nachdem man das Mark ausgeschabt hat?
Ausgekratzte Schoten nicht wegwerfen! Die verbleibenden Schotenhüllen sind viel zu schade für den Müll, da auch die Hülle intensives Aroma enthält und ein perfektes Würzmittel ist – sie lässt sich vielseitig weiterverwenden.
Aufgeschnittene Vanilleschote für Soßen verwenden
Nachdem Sie das Mark aus der Schote gewonnen haben, können Sie die Kapselhülse in Sahne oder Milch aufkochen, um zum Beispiel Pudding, Panna Cotta oder Milchreis zu machen.
Mit der Schote Vanillezucker selbst machen
Die aufgeschnittene Schote eignet sich hervorragend, um daraus Vanillezucker selbst zu machen. Dazu einfach die aufgeschnittene Schote in ein Schraubglas mit normalem Haushaltszucker geben. In wenigen Tagen hat der Zucker das Vanillearoma angenommen und kann zum Backen verwendet verwendet werden – danach werden Sie nie wieder Vanillezucker kaufen! Umso länger die Schote im Zucker bleibt, desto intensiver wird der Geschmack angenommen.
Vanillesalz selbst herstellen
Auf die gleiche Weise können Sie Vanillesalz selbst herstellen: Schote in ein Schraubglas geben, mit grobem Meersalz auffüllen und stehen lassen. Vanillesalz zum Würzen von hellem Fleisch, Fisch oder süßen Desserts verwenden.
In wenigen Minuten Vanillesirup selbst machen
Die Schote mit Wasser und Zucker (Verhältnis 1:1) für etwa 10 Minuten aufkochen, anschließend die Schote entfernen und den Sirup in ein Schraubglas füllen. Er schmeckt super im Kaffee, in Cocktails, im Joghurt oder über Pfannkuchen.
Aus der Schote getrocknetes Vanillepulver selbst machen
Für selbstgemachtes Vanillepulver die Schote mehrere Tage an der Luft trocknen lassen, bis sie ganz hart ist. Anschließend in der Kaffeemühle, in einer Gewürzmühle oder im Mixer mit Schneidaufsatz zu feinem Pulver mahlen und als Gewürz oder Topping nutzen.
Flüssigen Vanilleextrakt selber machen
Schneiden Sie mehrere ausgekratzte Schoten in kleinere Stücke und geben Sie diese in ein kleines Fläschchen mit hochprozentigem Alkohol (z. B. Wodka oder weißem Rum). Nach einigen Wochen zieht der Alkohol die restlichen Aromen komplett heraus und Sie haben einen erstklassigen, natürlichen Vanilleextrakt zum Backen.
Häufig gestellte Fragen zu Bourbon-Vanille
Was ist der Unterschied zwischen Bourbon-Vanille und anderen Sorten?
Der Begriff Bourbon-Vanille ist an ihre Herkunft (vor allem Madagaskar, Réunion und die Komoren) sowie an Qualitätsstandards gebunden. Andere Sorten wie Tahiti-Vanille oder mexikanische Vanille stammen aus anderen Regionen und weisen ein anderes Geschmacksprofil auf – entweder blumig oder herb.
Woran erkennt man hochwertige und frische Bourbon-Vanilleschoten?
Erstklassige Schoten sind an ihrem öligen Film erkenntbar. Vor allem, wenn die Schote aufgeschnitten wird, sind winzig-kleine Tröpfchen aus ätherischen Ölen zu sehen. Ist die Schote nach dem Anschnitt innen trocken, ist sie alt und überlagert.
Wie lagere ich Vanilleschoten richtig, damit sie nicht austrocknen?
Vanilleschoten sollten niemals im Kühlschrank aufbewahrt werden, da die Feuchtigkeit zu Schimmelbildung führt und Kälte dem Aroma schadet. Der ideale Lagerort ist kühl, dunkel und luftdicht – beispielsweise in einem Vakuumbeutel, einer Gewürzdose oder einem Schraubglas.
Kann man gemahlene Vanille eins zu eins durch Vanillemark ersetzen?
Ja, das ist möglich. Da gemahlene Vanille jedoch aus der gesamten Schote inklusive der Schale hergestellt wird, ist ihr Geschmackkräftiger und herber als das Mark aus dem Inneren. Dieses schmeckt weicher. Bei der Dosierung sollten Sie daher ähnlich sparsam vorgehen und sich an die Rezeptangaben halten.
Kann man die Schote verwerten oder muss man sie wegwerfen?
Die Vanilleschote kann vollständig verwertet werden. Zum Beispiel zum Aromatisieren von Milchspeisen oder um Vanillezucker selbst herzustellen. Auch können Sie die Schote lufttrocknen und zu Vanillepulver weiterverarbeiten.
Was ist Vanillekaviar?
Vanillekaviar ist der feuchte Samen, der aus der Schote entnommen wurde. Pro Schote lässt sich ungefähr 1 Gramm Vanillekaviar gewinnen.
Ist die Vanilleschote verschimmelt oder ist das Vanillin?
Im Laufe der Zeit kann sich an der Schote ein weißer Belag bilden, der oft mit Schimmel verwechselt wird. Bei richtiger Lagerung ist die Bildung der sogenannten „Vanille-Blüte“ völlig normal und unbedenklich. Das echte Vanillin kristallisiert, tritt an die Oberfläche und zeigt sich als weißer Belag. Die Vanille kann trotzdem verwendet werden.
Woran erkennt man, ob es sich um Vanille-Blüte oder Schimmel handelt?
Vanillekristalle riechen ganz normal nach Vanille, während Schimmel muffig riecht. Die weißen Vanille-Kristalle sind trocken und lassen sich einfach wegwischen, Schimmel ist eher feucht und schmiert beim Wegwischen.


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