Omas Apfelkompott selber machen – super lecker!

Leckeres Apfelkompott selbst machen

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Leckeres Apfelkompott selber machen ist absolut einfach, schmeckt göttlich und darf zu Kartoffelpuffer keinesfalls fehlen. Abgesehen vom Schälen, Entfernen des Apfelgehäuses und dem Schneiden der Äpfel macht die Zubereitung von Apfelmus oder Kompott kaum Arbeit. Ganz im Gegenteil: Obstkompott kocht sich quasi von alleine. Es kann bei der Herstellung eigentlich nichts schiefgehen. Haben Sie Lust und wollen mal Apfelkompott selbst machen, kommt hier unsere detaillierte Anleitung für Sie.

Was ist der Unterschied zwischen Apfelmus und Apfelkompott?

Der Unterschied von Apfelkompott und Apfelmus ist vornehmlich darin zu sehen, dass Kompott Apfelstücke enthält, während Mus fein passiert wird. Es enthält keine Apfelstückchen mehr. Wir beschreiben in unserem Artikel beides und gehen auch auf ein paar leckere Varianten ein. Während das Kompott durch seine rustikale Textur besticht, überzeugt das Mus durch seine cremige Geschmeidigkeit auf der Zunge.

Selbstgemachtes Apfelmus auf knusprigen Kartoffelpuffern serviert

Wie kann man Omas Apfelkompott selber machen?

Im Grunde wurde im ersten Absatz fast alles Wichtige zur Zubereitung erklärt. Sie benötigen nur wenige Zutaten für unser schnelles Rezept. Entscheidend ist die Auswahl der Früchte sowie die richtige Garzeit, damit die Stücke zwar weich werden, aber ihre Form behalten.

Apfelkompott Zubereitung ist schnell und einfach

Eine größere Menge Äpfel waschen, vierteln oder in Spalten schneiden. Die Apfelscheiben mit einem Sparschäler dünn schälen, Kerngehäuse vollständig entfernen und die Apfelviertel bzw. Apfelspalten grob würfeln. Durch gleichmäßige Würfel erreichen Sie ein homogenes Kochergebnis.

Apfelkompott kochen bei mittlerer Hitze ca. 10 bis 20 Minuten köcheln lassen

Nachdem Sie die Äpfel in Stücke geschnitten haben, bedecken Sie den Topfboden mit etwas Wasser. Geben Sie das Obst in den Topf und decken Sie diesen mit einem Deckel zu, um Spritzer zu vermeiden. Bei mittlerer Hitze mit etwas Zucker zum Kochen bringen. Kurz aufkochen, dann die Hitze reduzieren. Unter gelegentlichem Rühren ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz des Kompotts erreicht ist.

Ähnliche Rezepte: Apfelmus zubereiten

Möchten Sie Apfelmus zubereiten, gehen Sie genauso vor. Es kommt lediglich ein weiterer Zubereitungsschritt hinzu: Ist das Obst gar, wird das Kompott entweder mit einem Pürierstab püriert, durch ein Sieb passiert oder durch die Flotte Lotte gedreht. So verschwinden alle Fasern, das Ergebnis wird wunderbar fein.

Unser Tipp: Apfelmus schnell für “Faule”

Soll es flott gehen oder hat man keine Lust auf Äpfel schälen, reicht es aus, die Früchte zu waschen, zu vierteln und mit Schale sowie Kerngehäuse in den Topf zu geben. Sobald die Äpfel weichgekocht sind, wird der Apfelbrei durch ein Sieb gestrichen. Schalen sowie Kerngehäuse und Apfelkerne bleiben im Sieb zurück – fertig ist feines Fruchtmus ohne Stücke. Diese Methode spart Zeit und erhält viele Vitamine unter der Schale.

Ist Apfelkompott selbst machen wirklich so einfach?

Ja, die Zubereitung ist so einfach, dass Sie dafür noch nicht einmal ein richtiges Apfelkompott Rezept brauchen. Ursprünglich wurde Kompott zubereitet wegen der Resteverwertung von übrig gebliebenem Obst und Fallobst. Garantiert hat keine Oma Apfelkompott nach Rezept zubereitet, sondern die Apfelmenge verwertet, die es zu retten galt.

Und glauben Sie mir: Wenn Sie den Kompott nach einem Apfelmus Rezept zubereiten wollen, stehen die Chancen sogar sehr hoch, dass Ihnen das Obstkompott bzw. Mus nicht gelingt. Denn wie gut das Apfelmus schmeckt und wie es richtig zubereitet wird, hängt maßgeblich von der Apfelsorte sowie der Qualität der Früchte ab. Jede Frucht reagiert anders auf Hitze.

Schritt für Schritt Anleitung zur Apfelkompott Zubereitung im Kochtopf

Einfaches Apfelkompott Rezept & Zubereitung

Wenn Sie wirklich gute Äpfel verwenden, brauchen Sie Ihr selbst gemachtes Apfelmus weder süßen noch würzen. Umso süßer und leckerer die verwendete Apfelsorte ist, desto besser schmeckt das Fruchtkompott – ohne Zucker, ohne Zimt, ohne Vanille oder andere Gewürze. Ein unverfälschter Fruchtgeschmack ist oft das beste Ergebnis.

Zutat Wasser – Vorsicht mit Mengenangaben!

In den allermeisten Rezepten stehen Mengenangaben und vor allem eine Zutat, die nicht immer oder in anderer Menge notwendig ist: Wasser. Zwar bereite auch ich mein Fruchtkompott mit etwas Wasser zu – aber niemals käme mir in den Sinn, eine bestimmte Menge Wasser (z.B. 100 ml) zu verwenden und von Anfang an in den Kochtopf zu gießen.

Flüssigkeit nur bei Bedarf zugeben

Lediglich bevor ich die Äpfel in den Topf gebe, bedecke ich den Topfboden mit einem Schluck Wasser, damit das Kompott nicht anbrennt. Nur, wenn während dem Kochen zu viel Flüssigkeit verdampft, gieße ich bei Bedarf mehrmals einen kleinen Schluck Wasser nach. Dadurch erhalte ich eine tolle Konsistenz sowie eine schöne Textur, die nicht flüssig ist. Gibt man bei der Zubereitung des Kompotts zu viel Wasser hinein, wird das Apfelmus sehr dünnflüssig und schmeckt auch wässrig.

Zwar kann man zu flüssiges Kompott oder Mus reduzieren. Aber dann steht man deutlich länger am Herd, um zu verhindern, dass das Apfelkompott anbrennt. Geduld ist hier der Schlüssel zur richtigen Dichte.

Zucker nur, wenn das Kompott säuerlich ist

Genau so verhält es sich mit Zucker und Gewürzen. Verwenden Sie eine süße Apfelsorte, brauchen Sie dem Kompott keinen Zucker beizugeben. Sonst wird das Apfelmus schnell zu süß. Das kann beim Verzehr für Sodbrennen sorgen. Problemlos können Sie das gekochte Obstkompott süßen, wenn Ihnen nach dem Probieren noch etwas Süße fehlt.

Apfelkompott mit Zimt – der Klassiker

Wenn Sie Zimtgeschmack mögen, können Sie ein oder zwei Zimtstangen bereits beim Kochen zu den Apfelstücken geben. Aber gute Zimtstangen sind sehr aromatisch, sodass Ihr Kompott zu viel Zimtgeschmack annimmt und den Apfelgeschmack abschwächt. Wenn Sie zum ersten Mal Apfelkompott selbst machen, können Sie auf teure Zimtstangen verzichten.

Stattdessen würzen Sie das lauwarme Kompott mit Zimtpulver. Geschmacklich macht es keinen Unterschied, ob Sie eine Zimtstange mitkochen oder später mit Zimt gemahlen abschmecken. Sie vermeiden aber beim nachträglichen Abschmecken mit Zimt, dass Ihr Apfelbrei zu stark nach Zimt schmeckt und die Frucht dominiert.

Kompott mit Vanille verfeinern

Eine weitere beliebte Variante ist selbst gemachtes Apfelmus mit Vanille. Für den Vanillegeschmack können Sie entweder Vanillezucker oder flüssige Vanille, am besten aber eine Vanilleschote zum Verfeinern verwenden. Das Aroma echter Vanille harmoniert perfekt mit der leichten Säure der Äpfel.

Da Vanilleschoten recht teuer sind, brauchen Sie für Ihren Apfelkompott nicht unbedingt extra eine Vanilleschote kaufen. Wenn Sie in der Weihnachtszeit ohnehin das Mark einer Vanilleschote zum Backen verwenden, schneiden Sie die Schote auf, kratzen das Vanillemark heraus und legen Sie anschließend die aufgeschnittene Schote in eine verschlossene Dose mit Zucker. So machen Sie selbst leckeren Vanillezucker ohne Chemie und können später die gleiche Vanilleschote weiterverwerten, indem Sie diese in Ihr Apfelkompott zum Mitkochen geben. Das ist nachhaltig, vor allem besonders günstig.

Apfelkompott mit Rosinen und Rum

Das leckere Kompott aus Äpfeln lässt sich auf viele Arten zubereiten. Eine weitere Variante ist Obstkompott mit Rosinen und Rum. Dazu geben wir ein bis zwei Hände Rosinen mit in den Topf. Kurz bevor das Kompott fertig ist und vom Herd genommen wird, kommt ein Schuss Rum dazu. Unser beschwipstes Apfelmus gibt es beispielsweise mit Vanilleeis angerichtet als Dessert für ein gutes Festtagsessen. Ein kleiner Spritzer Zitronensaft kann hier die Aromen zusätzlich heben.

Extratipp: Große Menge Apfelkompott selbst machen

Wahrscheinlich sind Sie im Internet schon mal auf ein Apfelkompott Rezept gestoßen, bei dem Zitrone bzw. Zitronensaft als Zutat angeführt ist. Zitrone ist als Zutat nicht notwendig, da der Apfel selbst bereits ausreichend Säure enthält. Vornehmlich dient der Zitronensaft dazu, das Braunwerden der Äpfel zu verhindern.

Wenn Sie eine große Portion Apfelmus oder Kompott zubereiten wollen, stellen Sie sich eine große Schüssel mit kaltem Wasser bereit. Pressen Sie den Saft einer halben Zitrone in das Wasser. Während dem Schälen und Entkernen der Äpfel können Sie bereits geschälte und kleingeschnittene Äpfel ins Zitronenwasser geben. Dann werden die vorbereiteten Äpfel nicht braun und behalten ihre appetitliche Optik.

Apfelkompott kochen & haltbar machen

Wird der Kompott nicht eingekocht, ist er im Kühlschrank 2-3 Tage haltbar. Möchten Sie die Haltbarkeit verlängern, können Sie den Kompott einkochen oder einfrieren. So haben Sie auch in der kalten Jahreszeit immer einen fruchtigen Vorrat griffbereit.

Wie kann man Apfelkompott einkochen & in Gläser füllen?

Zum Einwecken brauchen Sie Weckgläser. Folgen Sie der Zubereitung wie oben beschrieben. Die Gläser, Einmachgummis und Metallklammern 5 Minuten in sprudelndem Wasser kochen. Gläser bis zum Füllen im heißen Wasser lassen. Zimtstange entfernen, anschließend mit dem heißen Kompott die Gläser füllen (nicht randvoll, sondern maximal bis 2 cm unter dem Rand) und sofort mit Gummi sowie Klammern verschließen.

Danach die Gläser für 20 Minuten im heißen Wasserbad bei 100 Grad sterilisieren, um es für mehrere Monate haltbar zu machen. Wenn Sie die Gläser ins Wasser geben, unbedingt darauf achten, dass die Gläser sich beim Apfelkompott Einkochen nicht berühren. Zum Schluss die Gläser auskühlen lassen, damit sie luftdicht verschließen. Danach kühl und dunkel lagern.

Noch länger haltbar: Fruchtkompott einfrieren

Kompott lässt sich hervorragend einfrieren. Dazu am besten Lebensmittelbehälter verwenden, die zum Frieren geeignet sind. Gefrorenes Obstkompott ist ca. 1 Jahr haltbar. Lassen Sie den Kompott vor dem Einfrieren vollständig abkühlen, um Eiskristalle zu vermeiden.

Wozu kann man selbst gemachten Apfelkompott essen?

Das köstliche Obstkompott schmeckt pur super lecker und ist natürlich der Klassiker zu Reibekuchen, Pfannkuchen sowie Milchreis. Bei uns gibt es immer selbstgemachte Kartoffelpuffer mit Apfelmus. Selbstgemachtes Apfelkompott ist regional eine leckere Beilage zu herzhaften Gerichten wie Sauerbraten, Rouladen, Weihnachtsgans oder Ente gereicht. Die fruchtige Note bildet einen perfekten Kontrast zu deftigen Fleischspeisen.

Tipp: Würzen Sie mal mit Kardamom oder Nelke! Wenn wir unser Apfelkompott selbst machen, bereiten wir immer eine größere Menge zu. Was vom Vortag vom Kartoffelpufferessen übrig bleibt, landet bei uns am nächsten Tag zum Frühstück auf dem Tisch. Es schmeckt auf frischem Brot mit einer guten Butter einfach phantastisch. Wer mag, kann es im Schälchen noch mit etwas Zucker und einer Prise Zimt verfeinern.

Kuchen mit Apfelkompott backen

Lecker schmeckt es auch, einen einfachen Hefekuchen zu backen, auf dem der Apfelkompott großzügig aufgetragen wird. Die Kombination aus fluffigem Teig und fruchtiger Füllung ist unschlagbar.

Aus diesen Zutaten einen Teig für den Hefeboden kneten:

  • 250 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 150 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Hefeteig etwa 1 Stunde kaltstellen. Anschließend auf dem Boden einer Springform ausbreiten, am Rand den Teig mit den Fingern hochziehen. Teig mit Gabel einstechen, nochmal eine halbe Stunde stehen lassen. Apfelkompott auf dem Teig verteilen, Kuchen bei 175 Grad im normalen Backofen bzw. bei 150 Grad im Heißluftbackofen für ca. 1 Stunde backen.

Tipp: Vor dem Ausbreiten des Teigs Springform fetten, mit Semmelbrösel ausstreuen oder mit Backpapier auslegen – dann lässt sich der Kuchen leicht aus der Springform lösen. Im nachfolgenden Bild zu sehen ein leckerer Kuchen mit Rhabarberkompott mit Baiser-Haube. Das Rhabarberkompott bereiten wir auf die gleiche Art zu.

Fruchtiger Kuchen mit Kompottfüllung und einer luftigen Baiser-Haube

Baiser als Topping für den Apfelkuchen

Wer will, kann den Kuchen mit Apfelmus / Apfelkompott mit einer Baiser-Haube verfeinern. Dazu Eiweiß steif schlagen, gesiebten Puderzucker nach und nach unterheben. Kurz vor Ende der Backzeit auf dem Kuchen verteilen. Die Haube sollte nur leicht gebräunt sein.

Kaffeestückchen aus Blätterteig mit Apfelkompott

Soll es schnell gehen, formen wir aus TK-Blätterteig Schiffchen, die vor dem Backen mit Apfelkompott gefüllt werden. Dazu gibt es Vanillesoße. So zubereitet, ist es eine leckere und sehr einfache Variante von Apfelstrudel, welche ideal zu einem spontanen Kaffeeklatsch passt.

Welche Äpfel für Apfelkompott klassisch?

Beide Zubereitungen gehen in ihrem Ursprung auf Zeiten zurück, als keinerlei Lebensmittel verschwendet wurden. Zu Großmutters Zeiten wurde vor allem Fallobst aus dem eigenen Garten, welches schon matschige Stellen hatte, durch Einkochen konserviert. Aber auch gutes Obst nach üppiger Apfelernte wurde eingeweckt, um mit selbst gemachtem Kompott die Vorratskammer zu füllen. Insofern lässt sich prinzipiell jede Apfelsorte verwenden.

Heute ist es so, dass nur noch die wenigsten Menschen einen eigenen Apfelbaum besitzen oder Gelegenheit haben, kostenlos an Fallobst zu kommen. Wer trotzdem Apfelkompott selbst machen möchte, kauft sich in der Regel Äpfel auf dem Markt oder im Lebensmittelgeschäft. Insofern spielt bei der Auswahl die Apfelsorte eher eine Rolle. Es zeichnen sich Trends ab, für die Zubereitung von Apfelmus eher Sorten zu verwenden, die etwas weicheres Fruchtfleisch haben. Dies sind beispielsweise:

  • Boskoop
  • Braeburn
  • Berlepsch
  • Pink Lady

Für die Zubereitung von Apfelkompott klassisch werden eher festere Apfelsorten verwendet. Häufig sind es der Idared und Elstar Apfel. Besinnt man sich jedoch auf den Ursprung, ist klar, dass man aus allen Äpfeln leckeres Mus oder Apfelkompott selbst machen kann – vor allem dann, wenn zu viele Äpfel gekauft wurden, aber im Obstkorb liegen bleiben.

Apfelkompott selbst machen – Birne dazu

Nicht nur verschiedene Apfelsorten eignen sich für die Zubereitung eines Kompotts. Liegen in der Obstschale noch Birnen, die keiner als Obst essen mag, schnippeln Sie die reifen Früchte zusammen mit den Äpfeln klein oder bereiten Sie aus den Birnen ein leckeres Birnenkompott zu. Das Birnenaroma gibt dem Ganzen eine feine, edle Note. Die Zubereitungsmethode ist dieselbe wie beim Apfelkompott. Das gilt auch für die vielen Varianten, die ich Ihnen vorgestellt habe.

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