Grillen – Schlechtes Wetter kein Problem

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Jede Menge Tipps rund ums Grillen

Schmeckt Gegrilltes besser auf Kohle, mit Gas oder auf dem Elektrogrill? Das ist die Gretchenfrage und sorgt immer wieder für neu entfachende Diskussionen. Wir hatten für uns diese Frage schon längst beantwortet und bevorzugen den Holzgrill. Jedoch macht uns bei diesem nun das Wetter einen Strich durch die Rechnung, so dass wir uns erneut mit der Grundsatzfrage rund ums Grillen befassen. Schlechtes Wetter ist der Feind eines jeden, der mit Leib und Seele grillt. Und davon haben wir in den letzten beiden Wochen reichlich. Regen und noch mehr Regen. Die Grillkohlen sind durch und durch feucht, es ist kalt und niemand will in den Garten. Übrig bleibt also nur noch der Balkon bzw. die Terrasse, doch das Kohlegrillen ist hier nicht ungefährlich. Für solche Fälle haben wir einen Elektrogrill. Oder besser: hatten wir. Nicht nur schlechtes Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung, sondern auch das Grillgerät selbst. Denn als wir Samstagabend mit unserem eingelegten Grillgut auf dem Balkon loslegen wollten, verweigerte eben jener Grill seine Dienste. Nichts ging. Der Ärger war groß und wieder einmal stellt sich uns die Frage, ob ein Gasgrill nicht doch die bessere Wahl wäre.

Grillen beim Picknick
Grillen beim Picknick

Vorteile und Nachteile der verschiedenen Grillarten

Da wir bereits Erfahrungen mit allen Methoden des Grillend gemacht haben, ist für uns klar, dass jede Grillart eigene Vorteile und Nachteile mit sich bringt. Zu verallgemeinern, ob das eine die bessere oder schlechtere Art zu grillen ist, erscheint uns daher nicht richtig. Viel wichtiger ist dagegen ein Vergleich der Eigenschaften und auch Tipps, für wen sich welche Grillart am besten anbietet.

Grillen mit Kohle

Kohlegrillen ist der Klassiker schlechthin. Alleine schon der Duft aufsteigenden Qualmes lässt einem echten Grillfan das Wasser im Munde zusammenlaufen. Doch genau jener ist das Problem. Der Qualm beim Grillen mit Kohle sorgt für zahlreiche Nachbarschaftsstreitigkeiten und wer Grillanzünder verwendet und die Kohlen nicht ausreichend lange glühen lässt, belastet seine Gesundheit durch giftige Rauchschwaden. Schlechtes Wetter macht, wie bei uns derzeit, das Kohlegrillen auch noch unmöglich. Geschmacklich hingegen bekommt Grillgut eine einzigartig rauchige Note, von der man beim Elektrogrill nur träumen kann. Der Kohlegrill ist nichts, wenn es schnell gehen soll. Wie bereits erwähnt muss die Glut beim Verwenden eines Grillanzünders lange glühen, aber auch ansonsten erhält man das beste Grillergebnis, wenn man den richtigen Zeitpunkt für die perfekte Glut abwartet. Holzkohlegriller sind daher auch gemütliche Menschen, die sich für ein gutes Essen gerne Zeit nehmen.

Elektrogrill
Elektrogrill

Der Elektrogrill

Im Gegensatz zur Kohlegrillerei ist ein Elektrogrill binnen weniger Augenblicke einsatzbereit. Wasser in den unteren Behälter, Grillrost drauf, Stecker rein, andrehen und schon kann das Grillgut auf dem Rost platziert werden. Da kein Rauch entsteht, kann ein elektrischer Grill meist ohne Weiteres auf dem Balkon platziert werden und die Nachbarn müssen den leckeren Geruch von Gegrilltem in Kauf nehmen. Dennoch gibt es auch dabei keine Rechtssicherheit und sogar der Mietvertrag kann hier Vorgaben machen. Soviel zu den Vorteilen. Die Nachteile liegen im wesentlichen darin, dass die meisten Elektrogrillgeräte nur eine kleine Grillfläche zur Verfügung haben und die Hitze meist nicht ausreicht, um kurze Garzeiten einzuhalten. Grillgut ist dann leider allzu oft verbrannt, nicht durch und Fleisch wird zäh. Ebenfalls ein großer Nachteil: Fett, das auf die Heizspirale trifft, bildet gesundheitsschädigenden Dampf, der zwischen dem Grillgut empor steigt.

Grillen auf dem Gasgrill

Vor vielen Jahren hatten wir einen solchen und waren von der vielfältigen Nutzbarkeit wirklich begeistert. Allerdings war dies zu jener Zeit, als wir noch mit dem Wohnwagen regelmäßig zum Campen fuhren. Auf vielen Campingplätzen war Kohlegrillen verboten, so dass der Gasgrill die einzige Option war. Obwohl seinerzeit nicht unsere bevorzugte Grillvariante, erlebten wir eine erwähnenswerte Vorteile:

  • vielseitige Funktionen
  • schnell einsatzbereit
  • leicht zu reinigen
  • keine Rauchentwicklung
  • Hitze individuell einstellbar
  • schwenkbares Heizelement

Insbesondere durch die schwenkbare Heizeinheit konnte dieser Grill sowohl zum Grillen von Spießbraten genutzt werden, oder aber nach oben gedreht als Kochplatten bzw. nach vorne gesteckt als Vorzeltheizung. Für schlechtes Wetter ist das natürlich super. Während des Grillens kam die Grillhitze von oben (dies ist jedoch modellabhängig) und das Fett tropfte nach unten in in eine Auffangschale. Da Gasflammen sofort die gewünschte Nutzleistung erreichen, kann sofort gegrillt bzw. gekocht werden. Nennenswerte Nachteile gibt es im Grunde keine, jedoch haben viele Menschen Vorbehalte gegen den sicheren Umgang mit Gas. Dabei gibt es natürlich einiges zu beachten, um sicher mit dem Gasgrill hantieren zu können. Tipps zum sicheren Umgang mit dem Gasgrill gibt es in diesem Grillguide, den wir empfehlen möchten. Das ebook kann kostenlos gedownloadet werden und umfasst insgesamt 73 Seiten voll mit nützlichen Tipps rund um das Grillen mit Gas, aber auch viele Infos rund um Produkte, Fleischarten.

Sicherer Umgang mit Gas

Bevor man erstmals mit einer Gasflasche hantiert, ist es unabdingbar, sich mit der Sicherheit zu befassen. Beachtet man alle Sicherheitsvorschriften, halten wir das Grillen mit Gas für sicher. Tipps gibts im ebook dazu ab Seite 15 (bebildert). Regelmäßig sind demnach die Gasschläuche des Grillgeräts zu überprüfen und es versteht sich, dass man Gasflaschen nur im autorisierten Fachhandel kaufen sollte. Weitere Infos hält auch der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. für private Haushalte bereit.

Geschmackliche Unterschiede

Als passionierte Kohlegriller lieben wir natürlich die charakteristischen Raucharomen, die durch jedes Grillgut ziehen. Einzig, wenn schlechtes Wetter das Grillen im Freien verhindert, kommen für uns Gasgrill und Elektrogrill in Betracht. Hierbei ist der elektrische Grill für die gelegentliche Verwendung auf dem Balkon durchaus als Notlösung akzeptabel, allerdings leidet bei Gemüse, Fisch und Fleisch der Geschmack deutlich. Möchte man nur gelegentlich grillen, sollte man daher einen besseren Elektrogrill anschaffen, bei dem sich die Temperatur deutlich besser als bei günstigen Modellen regulieren lässt. Eine hohe Wattleistung sollte bevorzugt werden. Aufgrund der vielseitigen Nutzbarkeit und dem deutlich besseren Grillergebnis lohnt sich ein Gasgrill, wenn man auf dem Campingplatz, im Garten oder auf dem Balkon häufig grillen, aber auf Kohle verzichten will bzw. muss. Geschmacklich punktet bei uns definitiv das Gasgrillgerät und somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir auch wieder ein solches Gerät zum Einsatz kommen lassen. Was die Verwendung vom Tischgrill in geschlossenen Räumen angeht, nehmen wir jedoch Abstand. Insofern bei schlechtem Wetter vom Freien nicht auf Balkon oder überdachte Terrasse ausweichen kann, sollte man daher sinnvollerweise auf das Grillen verzichten. Denn auch, wenn die Rauchentwicklung beim elektrischen Grill nicht so stark ist, wie beim Kohlegrillen, riecht die ganze Wohnung danach und ist für die Personen denkbar unangenehm. Gas sollte ohnehin nur im Freien benutzt werden, deshalb gilt hier der gleiche Rat.

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