Einkochen – Ab ins Glas

So einfach lässt sich Obst und Gemüse einkochen

Einkochen - Ab ins Glas
Gartenobst und Gemüse konservieren. Das Einkochen ist eine schon in die Jahre gekommene Form des Konservierens, die dennoch nicht an Beliebtheit verliert. Früchte und Gemüse aus dem eigenen Garten kann ohne großen Aufwand ins Glas gefüllt und gekocht werden, schon hat man eine leckere Konserve, von der man weiß, was drin ist – und vor allem was nicht drin ist. Natürlich muss es nicht nur das Obst sein, welches eingekocht wird. Es können zuvor Kompott, Mus, Marmelade oder Konfitüre aus den Früchten gemacht werden und so lässt sich eine bunte und abwechslungsreiche Speisekammer mit Selbstgemachtem befüllen.

Gurken einkochen

Warum kocht man ein?

Auch, wenn es uns heute schwer fällt zu glauben. Es gab mal Zeiten, da gab es noch keine Gefriertruhen und da war es auch nicht selbstverständlich, Erdbeeren, Aprikosen, Himbeeren und anderes Saisonobst zu jeder Jahreszeit zu bekommen.

Für viele Menschen ist das heute undenkbar, weil wir doch alle gewohnt sind, dass im Supermarkt alles verfügbar ist. Wer sich jedoch noch daran erinnern kann, wie köstlich unbehandelte Gartenfrüchte und ungespritztes reifes Gemüse aus dem Garten bei der Erntezeit schmeckt, der kann mit Tomaten im Winter, Erdbeeren im Februar und Pflaumen im Mai nicht allzu viel anfangen.

Hat man die Möglichkeit, einen Garten zu nutzen, bietet es sich daher förmlich an, die überschüssige Ernte durch das Einkochen zu konservieren und sich selbst gemachte Marmelade oder eingewecktes Obst als Lebensmittelvorrat einzuwecken. Denn geschmacklich schmecken selbsteingekochte Gurken oder ein Apfelkompott um Längen besser, als gekauft. Da sich Eingekochtes ohne Konservierungsstoffe lange haltbar ist, kann man sich bei einem ausreichend großen Garten durchaus einen gesamten Wintervorrat anlegen.

Was brauche ich für´s Einkochen?

Einkochen mal ausprobieren

Möchte man das Einkochen zunächst nur einmal ausprobieren, um sich selbst davon zu überzeugen, muss man keine Anschaffungen machen. Zwar benötigt man zum Konservieren Einweckgläser, doch es genügt für´s Erste, wenn man ein paar alte Gurken- oder Marmeladegläser verwendet. Wegen der Temperatur kann man sich mit den empfohlenen Einkochzeiten für Gemüse, Obst und Fleisch behelfen und statt einem großen Einkochautomat genügt für´s Erste auch ein größerer Kochtopf aus dem Küchenbestand.

Regelmäßig einkochen

Behält man das Einwecken bei, lohnt es sich, ein paar Grundsachen anzuschaffen, die dann immer wieder verwendet werden können. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Onlineshop Flaschenbauer gemacht. Dort gibt es für kleines Geld alles, was man zum Einwecken braucht.

Einmachgläser sind in in zahlreichen Größen und formen verfügbar, ebenso wie die Twist off Deckel zum Verschließen. Möchte man die Gläser schmuckvoll dekorieren, umfasst das Flaschenbauer Sortiment auch die typischen Textildecken mit Karomuster, die mit einem Gummiband auf den Gläsern befestigt werden.

Ansonsten benötigt man noch ein Einkochthermometer und ein richtiger Einkochtopf. Der ist deutlich größer als normale Kochtöpfe und hat zudem eine Etagere, damit man die Einmachgläser besser herausnehmen kann. Hier noch einmal übersichtlich:

  • Einmachgläser
  • passende Schraubdeckel
  • Einkochthermometer
  • Einkochtopf
  • ggf. Material zum Dekorieren und Beschriften

So funktioniert das Einwecken

Zwei wesentliche Dinge werden bei diesem Konservieren erreicht: das Sterilisieren des Einkochguts und das Erzeugen eines Vakuums. Eingekocht werden kann fast alles, wenn man das richtige Rezept hat. Am besten fängt man mit einfachen Dingen wie Obst oder Gartengemüse an. Nachfolgend die Arbeitsschritte der einfachsten Einkochmethode:

  • frisches Gemüse bzw. Obst putzen, zerkleinern, waschen
  • Gläser und Glasdeckel möglichst heiß spülen und mit klarem Wasser gut abspülen
  • Einkochgut in die Gläser befüllen, mit heißem Wasser aufgießen und verschließen
  • Einmachgläser in einen mit Wasser gefüllten Topf stellen und kochen

Tipp: Beachten Sie beim Einkochen die empfohlenen Einkochzeiten. Da diese von der Art des Einkochguts sowie der Glasgröße abhängen, würde es den Rahmen sprengen, hier alles einzeln aufzuführen (sehen Sie dazu: www.was-wir-essen.de/download/einkochzeiten.pdf).

Probieren Sie weitere Einkochmethoden

Es gibt unzählige Varianten, wie und was man einkochen kann. Von fertig zubereiteten Fleischgerichten über Essiggurken bis zu süßen Birnen und anderem Obst, Zimt-Apfelmus über Marmelade und Getränkesirup aus Gartenobst und noch viel mehr reicht die Palette. Marmelade muss nicht zwingend eingekocht werden, wenn sie direkt nach der Zubereitung heiß in sterile Gläser gefüllt, verschlossen und auf den Kopf gedreht wird.

Gleiches gilt für Apfelmus. Essiggurken werden mit kleinen Zwiebelchen und frischen Gartenkräutern wie Dill eingelegt und sind unfassbar lecker. Bei Flaschenbauer, Weck oder im Forum Chefkoch gibt´s unzählige Tipps, Tricks und Rezepte, so dass uns nur noch zu sagen bleibt: Probieren Sie es mal aus. Es lohnt sich!

1 Kommentar
  1. Karen sagte:

    Vielen Dank für die tollen Tipps rund um Einkochen. Wir hatten dieses Jahr im Garten eine üppige Ernte und es blieb viel übrig. Jetzt haben wir die Vorratskammer voll und alles verarbeiten können. Gruß, Karen

    Antworten

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