Angebrannte Töpfe wieder sauber kriegen

Angebrannte Töpfe und Pfannen wieder sauber bekommen

Angebrannte Töpfe wieder sauber kriegen
Einen kurzen Moment nicht aufgepasst oder das Essen auf dem Herd vergessen – zack ist es passiert: Das Essen ist angebrannt. Auf dem Topfboden oder auf dem Pfannenboden hat sich eine feste Kruste gebildet. Manchmal ist es so fest eingebrannt, dass man vor lauter schwarzer Kruste den Boden des Kochgeschirrs nicht mehr sieht. Bevor Sie Ihr angebranntes Kochgeschirr in die Tonne werfen, haben wir ein paar Tipps für Sie, wie Sie angebrannte Töpfe wieder sauber bekommen. Natürlich haben wir auch an die Rettung einer angebrannten Pfanne gedacht.

Angebrannte Töpfe und Pfannen – Mission Impossible?

Beim Kochen kann es schnell hektisch werden. Insbesondere dann, wenn mehrere Kochbehälter auf dem Herd stehen. Hier ist Organisationstalent gefragt, damit alle Zutaten optimal zubereitet werden können. Wird der Herd mitsamt dem Kochgeschirr nur für wenige Sekunden aus dem Auge gelassen, weil man gerade Gemüse schnippelt oder die Zutaten für das Anbinden der Soße holt, passiert es schnell, dass das Essen in der Pfanne oder dem Kochtopf anbrennt. Die Küche wird dann nicht nur von einem unangenehmen Geruch durchzogen, sondern das größte Problem besteht darin, angebrannte Töpfe und Bratpfannen wieder sauber zu kriegen.

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Kochtöpfe von Angebranntem befreien: Die besten Hausmittel

Bei Kochtöpfen, in denen Essen angebrannt ist, gestaltet sich die Reinigung wesentlich einfacher als bei Pfannen. Wenn Wasser alleine nicht mehr hilft, den Topf sauber zu kriegen, müssen Sie nicht gleich zu chemischen Keulen greifen. Oft erfüllen einfache Haushaltsmittel vollkommen ihren Zweck.

Zunächst wird ein Tütchen Backpulver oder Natron in den angebrannten Kochtopf gegeben. Nun wird der Boden mit Wasser bedeckt und das Gemisch zum Erhitzen gebracht. Lassen Sie es kurz aufkochen und nehmen Sie den Topf danach vom Herd. Die aufsteigenden Bläschen lösen die Kohlenstoffverbindungen der Kruste.

Angebrannter Emailletopf wieder sauber machen

Angebranntes Kochgeschirr einwirken lassen

Nach etwa einer Stunde Einwirkzeit können die Verschmutzungen meist einfach mit einem Holzschaber entfernt werden. Eine Alternative zu Backpulver bildet Essig. Wird das Wasser mit Essig in einem Verhältnis von drei zu eins gemischt und erhitzt, löst sich der Schmutz oft schon während des Vorgangs.

Essig und Backpulver können natürlich auch kombiniert werden, allerdings schäumt diese Mischung sehr stark. Den Kochtopf sollten Sie daher währenddessen nicht aus dem Auge lassen. Ein alter Geheimtipp für ganz hartnäckige Fälle ist zudem die Reinigung mit Spülmaschinentabs: Einfach einen Tab mit etwas Wasser im Topf aufkochen und über Nacht stehen lassen. Selbst extrem schwarze Krusten geben dann meist auf.

Zudem spielt es bei unbeschichteten Edelstahltöpfen kaum eine Rolle, womit Sie schrubben: Stahlwolle, grobe Schwämme oder Küchenlappen dürfen hier problemlos genutzt werden, ohne dass ein Schaden am Material entsteht. Mit diesen Tipps macht das Kochen wieder Spaß und sollte doch einmal etwas anbrennen, dann ist Ihr Kochgeschirr im Nu wieder einsatzbereit.

Angebrannte Pfannen immer sanft reinigen

Wie Sie Angebranntes am besten entfernen, hängt stets davon ab, ob es sich um angebrannte Töpfe oder Pfannen handelt. Um verbrannte Kochtöpfe zu reinigen, können Sie meist mechanische Methoden einsetzen. Bei Pfannen ist das strikt zu vermeiden. Da die meisten Bratpfannen beschichtet sind, laufen Sie Gefahr, die Antihaftbeschichtung zu zerstören, was die Pfanne unbrauchbar macht. Gehen Sie hier also immer besonders behutsam vor.

Für alle beschichteten Pfannen gilt: Arbeiten Sie in keinem Fall mit Stahlwolle oder aggressiven Scheuermitteln, da Sie sonst die empfindliche Oberfläche zerkratzen. Ein weiches Einweichen ist hier immer der sicherere Weg zum Erfolg.

Sanfte Reinigungsmittel aus der Küche

In erster Linie richtet sich die Reinigung nach der Beschaffenheit sowie der Hartnäckigkeit der Rückstände. Handelt es sich beispielsweise um eine Edelstahlpfanne, kann diese gegenüber Gusseisen- oder Kupferpfannen oft einfach in die Spülmaschine gegeben werden – sofern sie nicht beschichtet ist.

Sollte der Schmutz noch nicht restlos beseitigt sein, weichen Sie die Edelstahlpfanne mit etwas Backpulver und Wasser ein. Damit das Material wieder glänzt, können Sie es einfach mit Kartoffelschalen poliert werden. Bilden sich nach einiger Zeit Verfärbungen (oft regenbogenfarben), sind diese zwar nicht gesundheitsschädlich, können jedoch mit Essig- oder Zitronensäure spielend leicht wegpoliert werden.

Was Sie bei Gusseisenpfannen beachten sollten

Bei Gusseisenpfannen, die eigentlich nur einen geringen Pflegeaufwand bedürfen, gestaltet sich das Entfernen von angebranntem Essen etwas schwieriger. In die Spülmaschine sollten sie auf keinen Fall gegeben werden! Gusseisen baut mit der Zeit eine natürliche „Patina“ auf, die wie eine Antihaftbeschichtung wirkt.

Eingebrannte Lebensmittel können Sie oft mit etwas Salz und einem Küchentuch restlos beseitigen. Streuen Sie reichlich Salz in die trockene Pfanne und reiben Sie mit dem Tuch darüber – das Salz wirkt wie ein sanftes Schleifmittel. Anschließend wird die Pfanne dünn mit Speiseöl eingerieben, um sie vor Rost zu schützen.

Pfannen aus Eisen dürfen gar nicht mit Spülmittel gespült werden, da sich sonst die Schutzschicht auflöst. Hier reicht meist das Auswischen mit einem Küchentuch und anschließendes Einfetten.

Salzpeeling und Zitronensäure für angebrannte Töpfe und Pfannen aus Kupfer

Kupfertöpfe und Kupferpfannen sind ebenfalls nicht spülmaschinentauglich. Diese Kochbehälter sollten nach dem Gebrauch kurz mit einer Mischung aus Wasser und Essig ausgewaschen werden, jedoch nur unter Verwendung der weichen Seite des Schwammes. Um den Glanz zu wahren, hilft ein Gemisch aus Zitronensäure und Salz, welches Verschmutzungen komplett entfernt.

Hausmittel – die Retter für angebrannte Töpfe und Pfannen

Egal ob Topf oder Pfanne – Geduld ist meist die wichtigste Zutat. Lassen Sie die Hausmittel wirken, statt mit Gewalt zu kratzen. Wenn Sie diese einfachen Regeln beachten, müssen Sie kein Kochgeschirr mehr vorzeitig aussortieren. Ein sauberer Boden sorgt zudem für eine bessere Hitzeverteilung und spart somit langfristig Energie beim Kochen.

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