Gute Töpfe – woran erkannt man sie?

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Nicht jeder Topf macht lange Freude

Im Laufe der Jahre schafft man viele Töpfe an. Dennoch erkennt man erst nach geraumer Zeit, ob sich ein Kochtopf als gut herausstellt. Dass ein Kochtopf minderer Qualität extrem gefährlich sein kann, darüber denkt man bei der Anschaffung kaum nach. Wir sind inzwischen geläutert, wie der nachfolgende Artikel zeigt. Daher gilt für uns: wenn wir einen neuen Topf anschaffen, schauen wir genau hin. Weiß man, was die typischen Schwachpunkte von Kochtöpfen sind, fällt es einem leichter, ein hochwertiges Kochutensil zu finden. Besonders gründlich sollte man vor dem Kauf auf die Griffe und den Topfboden achten. Wir zeigen Ihnen an zwei verschiedenen Töpfen, woran Sie Qualität ausmachen können.

Kochtopf
Kochtopf

Vergleichsfakten:

  • Aluminiumkochtopf im mittleren Preisbereich
  • WMF Markenkochtopf aus Edelstahl, ebenfalls mittelpreisig
  • beide Modelle gleich alt
  • ähnlich oft genutzt
  • Reinigung immer in der Spülmaschine

Der Topfboden

Ein ordentlicher Boden trägt dazu bei, dass ein Kochtopf plan auf der Herdplatte steht. Im Idealfall verfügt der Topfboden über eine Höhe ab einem halben Zentimeter. So wird ein gewisses Gewicht erzeugt, das für einen stabilen Stand sorgt. Eine ausreichende Bodendicke verhindert auch das Verziehen des Topfes und leitet die Wärme gut ins Topfinnere. Topfböden können durchaus einen eingearbeiteten Kern erhalten.

Sandwichboden vorgetäuscht

Bringt ein Topf Qualität mit sich, ist der Topfboden massiv, wobei er aber meist aus verschiedenen Lagen besteht. Der Boden grenzt sich fast immer vom Topfkorpus mit einer umlaufenden Kante ab, allerdings sind die beiden Topfhälften fest miteinander verbunden. Hier sehen zunächst beide Töpfe fast gleich aus:
Topfboden

Betrachten wir uns aber den Alutopf von der anderen Seite, sieht man deutlich, dass es sich um eine echte Mogelpackung handelt. Denn hier sind Topfboden und Topfkorpus nicht fest miteinander verbunden. Der gesamte Topf besteht aus einem Körper. Um eine gewissen Bodendicke vorzutäuschen, wird bei dem sogenannten Kapselboden lediglich eine umlaufende Verkleidung um den unteren Topfrand gelegt. Da bei diesem Modell die Bodendicke nur vorgetäuscht wurde, hat sich recht zügig der Boden des Alutopfes verzogen.

Topfboden verzogen
Topfboden verzogen

Wesentlich besser dagegen der Edelstahltopf von WMF. Der Bodenbereich ist sehr robust und solide verarbeitet und fest mit dem Topfkörper verbunden. Allerdings scheint auch dieser nur als Kapselboden gearbeitet zu sein. Zwar ist hier alles noch in Form, aber das gute Stück fängt an zu rosten.

Topf mit Rost
Topf mit Rost

Die Topfgriffe

Dass Töpfe über Griffe verfügen müssen, die eine sehr stabile Qualität haben, versteht sich von selbst. Dennoch ist das keine Selbstverständlichkeit, wie einer unserer Kochtöpfe beweist. Schauen wir uns die Vergleichsbilder an:

TopfgriffeLeichter Kochtopf – keine Qualität

Der Aluminiumkochtopf wurde besonders gerne zum Kochen von Nudeln, Kartoffeln und Gemüse benutzt. Das Material Aluminium zeichnet sich durch sein leichtes Gewicht aus. Daher haben wir ihn bevorzugt, wenn das Kochgut später abgegossen werden musste. Vor einigen Wochen gab es Nudeln, die ebenfalls mit dem Alutopf zubereitet wurden. Beim Abgießen schien alles in Ordnung. Beim Tragen des Kochtopfes von der Spüle zum Esstisch knackte es plötzlich und ein Topfgriff brach ab:

Topfgriff abgebrochen
Topfgriff abgebrochen

Reines Glück, dass in dem Fall lediglich die bereits abgegossenen Nudeln auf den Küchenboden klatschten. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht es übrigens so aus, während beim WMF Kochtopf noch alles in Ordnung ist.

Zweiter Griff ebenfalls eingerissen
Zweiter Griff ebenfalls eingerissen

Fazit zum Topfvergleich

Qualität kann man sehen und fühlen

Auch, wenn wir nicht mehr wissen, was diese beiden Töpfe genau gekostet haben, zeigen sie sehr deutlich, woran man Qualität erkennen kann und worauf es zu achten gilt. Gute Kochtöpfe müssen aus unserer Sicht nicht zwingend auch ein hohes Gewicht haben. Grundsätzlich spricht auch nichts gegen einen Aluminiumtopf, der vor allem bei großen Kochtöpfen sehr handlich ist. Edelstahltöpfe sind deutlich schwerer. Viel wichtiger ist die Verarbeitung. Im Bereich der Topfgriffe sieht man allerdings sehr gut, dass beim Alutopf diese ohnehin nicht sonderlich vertrauenserweckend aussehen. Die Griffe ließen sich von Anfang an ohne großen Kraftaufwand nach oben und unten biegen, während beim Modell von WMF die Griffe „bombenfest“ sitzen. Der Alukochtopf ist lediglich im Bereicht der Griffe genietet. Der Markenkochtopf wurde gelötet oder geschweißt. Insgesamt ist beim Markentopf das Material dicker gearbeitet, was letztlich auch eine hochwertigere Verarbeitung zulässt.

Muss es ein Markentopf sein?

Diese Frage pauschal zu beantworten, ist sicher nicht möglich und auch nicht zielführend. Unser Topfvergleich zeigt, dass auch Markentöpfe nicht zwingend perfekt sind. Rostbildung auf einem WMF-Topf ist keinesfalls wünschenswert, zumal die Marke ja auch ihren Preis hat und die Wahl eines Topfes auch vom Budget abhängig ist. Wir haben eine Vielzahl an Kochtöpfen, daher wissen wir, dass es schwer ist, den einen perfekten Kochtopf zu finden. Ein dritter Topf, ebenfalls mittlere Preislage, ansonsten gut verarbeitet, sieht zum Beispiel so aus:

Kunststoffgriff
Kunststoffgriff & Rostbildung

Der Kunststoffgriff ist sehr robust und auch sehr komfortabel, jedoch sind die Befestigungsschrauben völlig verrostet und vom Reinigen im Geschirrspüler ist der schwarze Kunststoff völlig unansehnlich geworden.

Unsere Tipps

Bevor Sie neue Töpfe kaufen, schauen Sie sich die in Frage kommenden Modelle genau an. Am besten gehen Sie bei der Auswahl so vor:

  • nicht das günstigste Modell wählen
  • nach Möglichkeit Markentopf bevorzugen
  • aufmerksam die Produktbeschreibung lesen oder beraten lassen
  • Kapselboden vermeiden
  • auf solide Griffe achten, die auch eine entsprechende Materialdicke haben sollten
  • erfragen Sie, ob Schrauben rostfrei sind
  • bevorzugen Sie wärmeisolierende Metallgriffe
  • Kassenbon aufheben und notfalls reklamieren

Falls Sie Ihren neuen Topf online bestellen und nicht mit der Qualität zufrieden sind, weil die Topfgriffe nicht stabil sind oder der Topfboden nicht überzeugend wirkt, machen Sie am besten vom Rückgaberecht Gebrauch. Gerade, was die Griffe anbetrifft, geht es nämlich um die Sicherheit. Noch mehr Tipps, worauf es beim richtigen Topf ankommt und welche Töpfe Sie in der Küche wirklich brauchen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

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