Trockenobst selbst macht

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Wir beschäftigen uns gelegentlich mit dem Thema Lebensmittelkonservierung und dazu gehört auch Trockenobst. Das Trocken von Früchten folgt einer uralten Tradition und die erste und somit älteste Methode der Lebensmittelkonservierung. Im Nahen Osten stellte Dörrobst ein wichtiger Teil der Ernährung dar und auch in anderen Ländern wurden schon sehr früh Früchte getrocknet, um sie haltbar zu machen. Zwar ging die Tradition des Früchtetrocknens vor einigen Jahren deutlich zurück, da aufgrund der Globalisierung und des immer wichtiger werdenden Treibhausanbaus ganzjährig nahezu alle Obstsorten verfügbar sind, doch immer mehr Menschen entdecken das Dörren von Obst wieder.

Was macht Dörrobst so beliebt?

Die süße Nascherei für zwischendurch

Trockenobst kann für teures Geld in kleinen Tüten fertig gekauft werden und lässt sich als gesunde Nascherei zwischendurch genießen oder als Energiespender. Dörrobst enthält – auf die Menge betrachtet – mehr an Vitaminen und Mineralstoffen, als frisches Obst. Nämlich etwa 10 x soviel. Durch den Trockenvorgang verlieren Früchte bis zu 90 % an Feuchtigkeit; zurück bleibt die Essenz hochwertiger Nährstoffe und Vitamine. Dörrobst schmeckt um ein Vielfaches süßer und aromatischer, da sich auch die Aromen während dem Trocknen des Obsts konzentriert werden. Der Zuckergehalt in Trockenobst geht nicht so schnell ins Blut über, wie bei Süßigkeiten, wodurch das trockene Obst eine perfekte Nascherei zwischendurch ist, wenn Sie Lust auf etwas Süßes haben. Außerdem sättigt Dörrobst und hilft dabei, wenn Sie abnehmen möchten, aber der Heißhunger auf etwas Süßes Ihnen nicht möglich scheint.

Früchte trocknen und sparen

Wer die süßen Trockenfrüchte mag, kann mit ihnen viel Geld sparen und die eigene Ernährung gesund bereichern. Fast alle Obstsorten können selbst getrocknet werden und so kann jeder Haushalt z. b. Obst aus dem eigenen Garten durch Dörren konservieren. Auch im Angebot gekauftes Obst lässt sich entweder im Backofen oder in einem Dörrautomat trocknen und steht dann jederzeit als süß-gesunde Nascherei oder als Zutat für leckere Müslis zur Verfügung. Sogar bei übrig gebliebenen Früchten ist es eine tolle Sache, das Obst zu trocknen und später zu verwenden. Das Gute am Trocknen: Selbst bei kleineren Mengen rentiert es sich, Früchte auf diese Weise zu konservieren.

Trockenobst selbst machen
Trockenobst selbst machen

Wie kann man Trockenobst selbst machen?

Neben den praktischen Gründen, auf die zuvor schon eingegangen wurde, bietet es sich an, Trocken- bzw. Dörrobst selbst zu machen. Zumindest dann, wenn Sie es häufiger naschen möchten. Denn gekauftes Dörrobst ist nicht nur recht teuer, sondern häufig geschwefelt oder mit anderen Konservierungsstoffen behandelt und zudem auch sehr oft zu schnell und mit zu hoher Hitze getrocknet, wodurch die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe zerstört werden. Für einige Fans von Dörrobst können die Konservierungsstoffe auch gesundheitsgefährdend sein. Das sind also einige gute Gründe, warum Sie Trockenobst selbst machen sollten. Und so geht´s.

Früchte im Dörrautomat trocknen

Die einfachste und effizienteste Art, frische Früchte selbst zu trocknen, ist die Verwendung von einem Dörrautomat. Er erlaubt sehr einfach, die richtige Trockentemperatur einzuhalten und da ein solcher Automat mehrere Lagen hat, können Sie die vorbereiteten Früchte auf den einzelnen Etagen so ausbreiten, dass der Dörrvorgang recht schnell abgeschlossen werden kann. Damit ein solcher Dörrautomat wie dieser hier hinsichtlich der Betriebskosten effizient ist, sollte das Elektrogerät möglichst viele Etagen haben, so dass eine größere Portion Obst getrocknet werden kann. Außerdem sollten die Ablageflächen ausreichend Luftschlitze haben, damit die warme Luft im Inneren des Geräts gut zirkulieren kann.

Obst trocknen im Dörrautomat oder Backofenv
Obst trocknen im Dörrautomat oder Backofen

Obst trocknen im Backofen

Eine ebenfalls sehr einfache Variante, wie Sie Trockenobst selbst machen können, bietet sich Ihnen zuhause mit dem Backofen. Dazu wird das Obst erst geputzt, in kleine Scheiben geschnitten (z. B. bei Äpfeln) und dann lose auf einem Backblech ausgebreitet. An besten können Sie Apfelringe auf dem Gitterrost trocknen, jedoch bei kleinerem Obst fallen Beeren und ähnliche Früchte durch die Gitter. Dann können Sie Backpapier unterlegen, das Sie zuvor mit einem Holzstäbchen oder einer Gabel zerstochen haben. Ideal ist das Dörren im Heißluftbackofen. Zirkuliert die Umluft um die Obststücke, wird das Trockenergebnis besser. Die Dörrtemperatur liegt bei zwischen 50 und 70°C, wobei niedrigere Temperaturen besser die Vitamine und Nährstoffe erhalten, jedoch dauert das Trockenverfahren mehrere Stunden. Wichtig ist, dass die Backofentür einen Spalt offen stehen muss, damit die entzogene Feuchtigkeit aus dem Garraum verdampfen kann.

Dörrobst im Backofen oder im Dörrautomat – was ist besser?

Sowohl im Backofen wie auch im Dörrautomat lässt sich recht leckeres Trockenobst selbst herstellen. Bedenkt man jedoch den Stromverbrauch und den zusätzlichen Aufwand, den man beim Dörren im Backofen hat, bietet der Dörrautomat mehr Vorteile. Er kann bequem auf die gewünschte Temperatur eingestellt werden und ein solches Küchengerät hat meist eine Zeitschaltuhr, so dass Sie einstellen können, wie lange das Obst gedörrt werden soll. Auf Backpapier können Sie verzichten, denn die Dörrkörbe haben Luftschlitze für die Zirkulation. Allerdings will ein solches Gerät erst einmal angeschafft sein und es benötigt einen Standplatz in der Küche. Möchten Sie regelmäßig Trockenobst selbst machen, rentiert sich die Anschaffung definitiv, da Dörrautomaten nicht teuer sind und sie mit einem gewissen Komfort einhergehen.

Getrocknetes Obst
Getrocknetes Obst (Physalis)

Welches Obst eignet sich, um Dörrobst selbst zu machen?

Sie können fast alle Obstsorten zum Dörren verwenden. Äpfel, Weintrauben, Aprikosen, Bananen und Ananas sind die Klassiker, wenn Trockenobst selbst gemacht wird. Aber ebenso gut lassen sich Pflaumen, Pfirsiche, Erdbeeren, Birnen, Datteln, Kiwi, Kirschen, Mango und Feigen dörren und durch Trocknen konservieren.

Bevor Sie sich ans Trocknen des Obstes machen, muss das Obst geputzt und evt. zerkleinert werden. Kleine Beeren können vollständig gedörrt werden, während Äpfel, Pflaumen und Kirschen entkernt werden sollten, bevor sie im Backofen oder im Trockenautomat konserviert werden. Ganz lecker schmecken auch getrocknete Tomaten, die Sie nach dem Trockenvorgang würzig in ein eine Ölmarinade einlegen können. Sind Sie ein Fan vom Dörren, lassen sich im Backofen oder im Dörrautomat auch frische Küchenkräuter trocknen oder sogar Trockenfleisch herstellen.

Was macht man mit Trockenobst?

Durch den Trockenvorgang konservieren Sie die Lebensmittel. Sobald die meiste Feuchtigkeit entzogen wurde, hat Schimmel keine Chance mehr. Wichtig ist, dass Sie das Dörrobst nun auch trocken lagern oder einfach vernaschen. Pur schmecken Trockenfrüchte sehr lecker und können beim Abnehmen eine tolle süße Alternative zu Schokolade und anderen kalorienreichen Naschereien sein. In Müsli, Quark oder Joghurt ist Dörrobst ebenfalls sehr lecker. Ganz besonders toll schmeckt das getrocknete Obst, wenn Sie es nach dem Dörren schokolieren. So bringen Sie übrigens auch kleine Obstmuffel dazu, gesunde Früchte zu essen. Denn mit Schoki umhüllt, fällt gar nicht auf, dass ganz viele Vitamine und wichtige Nährstoffe darin verborgen stecken 😉

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