Fleisch richtig marinieren

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So gelingt jede Marinade

Die Grillzeit ist bereits eröffnet und wer gerne in der Grillsaison grillt, sollte unbedingt wissen, wie man Fleisch richtig marinieren kann. Schließlich ist es vor allem die Marinade, die beim Grillen eine geschmackliche Vielfalt ermöglicht und Steaks oder Hähnchenbrust den perfekten Würzgeschmack verleiht. Vorab sei gesagt, dass es unzählige Rezepturen für eine Marinade gibt, weil sämtliche Gewürze, aromatisierte Öle, Kräuter usw. zum Einlegen von Fleisch verwendet werden können. Je nachdem, welche Gewürzmischung man zusammenstellt, lassen sich Fleischstücke individuell würzen. Daher erklären wir das Grundprinzip und einige Rezepte, wie man Fleisch richtig marinieren kann.

Fleisch richtig marinieren
Fleisch richtig marinieren

Die Schritte zur perfekten Marinade

Das Fleisch zum Marinieren vorbereiten

Jedes zu marinierende Fleisch sollte unbedingt ganz frisch sein und am besten direkt nach dem Einkauf eingelegt werden. Dafür wird es:

  • gewaschen
  • getrocknet
  • in Scheiben geschnitten (etwa ein Daumen dick)

Das Schneiden sollte quer zur Faser erledigt werden, damit das Grillgut später zart und saftig ist. Grobes Fett, Knorpel, Sehnen und Knochen werden entfernt.

Eine einfache Marinade zubereiten

Zunächst einmal besteht jede Marinade aus einem Öl. Soll es einfach und günstig sein, kann herkömmliches Sonnenblumenöl verwendet werden. Will man Fleisch richtig marinieren, ist es gut, wenn das Grillgut komplett mit der Marinade bedeckt ist. Allerdings braucht man dafür bei jedem Grillen viel Öl zum Einlegen. Wer die Grillsaison ordentlich ausnutzen und häufig und in kurzen Abständen grillen möchte, kann die angesetzte Marinade auch noch ein zweites Mal verwenden. Dann sollte dies jedoch an zwei aufeinanderfolgenden Tagen passieren. Ansonsten ist es besser, eine neue Würzmischung anzurühren. Nun fehlen dem Öl noch die Gewürze, die für einen tollen Geschmack sorgen.

Grundrezeptur für eine Marinade

  • Sonnenblumenöl
  • Zwiebel in Scheiben geschnitten
  • frischer Knoblauch gepresst
  • Salz
  • Pfeffer
  • Rosenpaprika
  • Chilipulver oder klein geschnittene Chilis bzw. getrocknete Chilifäden
  • etwas Zucker

Bei den Mengenangaben dieser Paprikamarinade lassen sich schwer konkrete Angaben machen, weil dies immer von der Menge des Grillguts abhängt, wie lange man das Fleisch einlegen möchte und wie würzig man das Grillgut genießen möchte. Im Laufe der Grillzeit bekommt man aber ausreichend Erfahrung darin, wie man Fleisch richtig marinieren und die Marinade optimal würzen kann. Mit den Gewürzen muss man bei der Paprikamarinade allerdings nicht sparen, wenn das Fleisch wirklich großzügig in Öl eingelegt wird.

Besondere Marinaden für´s Grillgut

Currymarinade

Grundsätzlich lassen sich Rezepte für Marinaden nach Herzenslust abwandeln. Ähnlich wie das Grundrezept der Paprikamarinade kann man eine Currymarinade herstellen. Statt Rosenpaprika und Chilipulver wird stattdessen ein gutes Currygewürz großzügig in das Öl eingerührt. Der Knobi kann, muss aber nicht hinzugefügt werden.

Süße Currymarinade
Süße Currymarinade

Süße Currymarinade

Sehr lecker und unser Favorit in jeder Grillsaison ist eine Marinade aus süßem Curry. Wir bestellen das online in einem Shop, in dem man sich jede Gewürzmischung selbst zusammenstellen kann. Darin ist dann Bananenpulver, das aus getrockneten Bananen gewonnen wird, sowie Rohrohrzucker fein vermahlen. Neben dem Öl und den Gewürzen geben wir einen würzigen Honig an die Marinade und wenn wir gerade was da haben, auch einen Schuss Ananassaft. Eine Prise Zimt passt ebenfalls perfekt dazu, um dem Grillgut ein orientalisches Aroma zu verleihen.

Kräutermarinade

Bei Kräutermarinaden kann man jede beliebige Geschmacksrichtung wählen. Küchenkräuter wie Oregano, Majoran, Thymian, Petersilie, Rosmarin usw. können einzeln oder kombiniert fein zerhackt werden und in das Marinadeöl gegeben werden. Knoblauch ergänzt diese Marinade wunderbar und wie immer, dürfen eine Prise Salz und Pfeffer nicht fehlen.

Zitronenmarinade

Frisch gepresster Zitronensaft und Zitronengras oder Blätter der Zitronenmelisse schmecken in der Grillsaison ebenfalls absolut klasse. Auch hier werden die Gewürze in ein Öl gemischt, bevor man das Fleisch richtig marinieren kann. Besonders aromatisch wird es, wenn man ein aromatisiertes Öl verwendet, dass bereits Zitronenaroma enthält. Da dies beim Kaufen wirklich teuer ist und man eine größere Menge benötigt, kann man das Zitronenöl selbst ansetzen. Eine unbehandelte Bio-Zitrone wird gründlich abgewaschen und mit einem Zestenreißer wird die Schale abgerieben und für mehrere Tage in das Öl eingelegt.

Kalorienarme Marinaden

Wegen dem Öl sind Marinaden natürlich immer kalorienlastig und schlecht für den Cholesterinwert. Alternativ kann man Fleisch auch in einer Mixtur aus Ketchup, noch besser aus frisch gepresstem Tomatensaft und reichlich Gewürzen einlegen. Wer süß eingelegtes Fleisch mal probieren möchte, kann statt einem Sonnenblumenöl die Marinade aus einem Fruchtsaft ansetzen, der dann passend gewürzt wird.

Wie lang muss Fleisch marinieren?

Über welchen Zeitraum das Grillgut in der Marinade liegen sollte, hängt davon ab, wie intensiv man den Geschmack der Gewürze erleben möchte und wie viel der Gewürzmischung man verwendet. Grundsätzlich ziehen die Würzaromen tiefer in Steaks und Hähnchenfleisch ein, je länger es mariniert wird. Zwei bis drei Tage sind alleine schon deshalb sinnvoll, wobei jedoch das Mariniergut vollständig vom Öl bedeckt sein und im Kühlschrank aufbewahrt werden muss. Durch die bedeckende Ölschicht wird das Fleisch konserviert und wird nicht schlecht. Bei Tomaten- und Saftmarinaden sollte maximal ein Tag im Kühlschrank mariniert werden.

Fleisch kurz marinieren
Fleisch kurz marinieren

Kurzes Marinieren möglich

Möchte man spontan grillen und selbst einlegen, können auch schon ein paar Stunden in der Marinade reichen. Drei Tricks helfen dabei, wie die Gewürze schneller einziehen und guten Geschmack abgeben:

Fleisch löchern: Es gibt eigens einen Fleischzartmacher. Ein Küchenhelfer, der Löcher in das Fleisch bringt. Wer diesen Küchenhelfer nicht zuhause hat, kann mit einer Gabel (Fleischgabel) die einzelnen Fleischscheiben durchlöchern.

Fleisch vakuumieren: Hat man ein elektrisches Vakuumiergerät zuhause, kann das Grillgut mit der Marinade vakuumiert werden bzw. in einem Vakuumierbehälter eingelegt werden.

Wenig Öl – viele Gewürze: Es kann auch nur wenig Öl mit den Gewürzen vermengt werden. Dadurch ist die Gewürzmischung intensiver und gibt mehr Geschmack ab. In Kombination mit dem Löchern des Fleisches reichen bereits 1 bis 2 Stunden, um das Fleisch richtig marinieren zu können.

Noch mehr Tipps zum Marinieren

Beim Marinieren ist Kreativität und Probierfreude definitiv angesagt. Gerade im Sommer, wo die meisten häufiger grillen, greifen viele zu bereits marinierten Steaks. Dies sollte man nicht tun oder nur dann tun, wenn man seinem Metzger blind vertrauen möchte. Nicht selten landet bereits älteres und nicht mehr frisches Fleisch in einer Marinade, die von Geschmacksverstärkern nur so wimmelt. Ob man gesunde und unbedenkliche Fleischqualität hat, lässt sich von uns Verbrauchern kaum mehr feststellen. Das Einlegen macht nicht viel Arbeit und schmeckt einfach besser und natürlich lässt sich die Fleischqualität bei ungewürztem Fleisch wesentlich leichter überprüfen. Zum Abschluss noch einige kurze Tipps, damit Sie die Grillsaison optimal genießen können.

  • Notieren Sie sich Ihre Rezepte für die Marinade.
  • Erstellen Sie von Ihrer Gewürzmischung eine größere Menge und bewahren Sie diese trocken auf. Dann können Sie beim nächsten Grillen schneller würzen.
  • Wenn das Fleisch frisch ist, können Sie es mehrere Tage marinieren und nach und nach verbrauchen.
  • Probieren Sie auch mal eine Biermarinade oder geben Sie zu einer süßen Fleischmarinade ein Schuss Rum oder Cognac.
  • Nehmen Sie nur das Grillgut aus dem Kühlschrank, das Sie sofort auf den Grill legen.
  • Aromatisieren Sie schon im Frühjahr mit frischen Gartenkräutern und/oder Knoblauch Sonnenblumenöl, das pünktlich zur Grillzeit einen wunderbare Marinadenbasis darstellt.
  • Tupfen Sie das Fleisch auf Küchenpapier ab, wenn Sie Kalorien sparen wollen.

Bitte denken Sie daran, dass die Ölmarinade nach dem Einlegen nicht über den Ausguss der Spüle entsorgt wird. Stattdessen wird das Öl in einen Gefrierbeutel gefüllt, dieser zugeknotet und in den Hausmüll gebracht. Mit diesen vielen Tipps sollte Ihre Grillsaison zu einem Fest der Gaumenfreuden werden. Lassen Sie es sich schmecken!

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