Kann man einen Kaffeevollautomat reparieren?

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Wenn der Kaffeeautomat kaputt geht – Was dann?

Bisher haben wir uns noch nicht zu einem Kaffeevollautomaten durchringen können. So lecker Kaffee und Kaffeespezialitäten daraus schmecken, verzichten wir ganz bewusst. Nicht zuletzt auch wegen unserem Platzproblem, denn wir sind froh, dass zumindest unsere doch eher kleine Senseo noch ein Plätzchen für sich beanspruchen kann. Wenn wir uns allerdings für ein neues Elektrogerät wie den Kaffeevollautomat entscheiden würden, dann wäre es ziemlich egal, was er kostet. Denn als ausgesprochener Kaffeeliebhaber lässt man gerne mehr Geld springen, vorausgesetzt, die Qualität stimmt. Dass günstige Elektrogeräte in diesem Bereich nichts taugen, versteht sich von selbst. So hat eine Freundin in ihrem Lokal ein echtes Luxusgerät, aus dem sämtliche Kaffeegetränke ein Traum sind.  Also würden wir gerne mehr bei der Anschaffung investieren, weil sich dies in der Qualität des Kaffees niederlässt.  Allerdings spielt noch ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung mit. Nämlich die Frage, was im Falle einer benötigten Reparatur passiert. Kann man solch ein Gerät selbst reparieren oder muss man es einschicken und dann Wochen oder gar Monate darauf warten, bis man die geliebte Luxusmaschine wieder zuhause hat? Für leidenschaftliche Kaffeetrinker wäre das ein großes Desaster. Denn hat man sich erst einmal an den unglaublich guten Kaffee gewöhnt, wäre es eine große Einschränkung, darauf längere Zeit verzichten zu müssen. Wünschenswert ist also, dass man eine Reparatur, zumindest was einfach austauschbare Ersatzteile wie Dichtungen anbetrifft, durchaus auch mal selbst durchführen kann.

Unsere Kaffeemaschine
Unsere Kaffeemaschine – sie soll durch einen Kaffeevollautomat ersetzt werden

Elektrogeräte kann man kaum noch selbst reparieren

Warum man nicht selbst Hand anlegen sollte

Je moderner ein Elektrogerät ist, umso weniger kann man es selbst reparieren. Das gilt natürlich auch für den Kaffeevollautomat. Grund ist zum einen die verbaute Elektronik. Man muss, um einen elektronischen Defekt auszumerzen, tiefergehende Kenntnisse in der Elektronik haben, um sich solchen Problemen selbst zu widmen. Zum anderen verschließen Hersteller ihre elektronischen Geräte derart, dass sie nur mit einem Spezialwerkzeug zu öffnen sind. Immer häufiger werden Verschlüsse versiegelt. Einmal geöffnet, ist dies optisch erkennbar. Passiert dies innerhalb der Garantiezeit, verliert man den Garantieanspruch.

Deshalb: In der Garantie niemals selbst eine Reparatur durchführen oder versuchen!

Auch, wenn es unangenehm und lästig ist, sollte daher zumindest innerhalb des Garantierahmens das Küchengerät bzw. ein anderes Elektrogerät zum Service gebracht oder zum Hersteller geschickt werden.

Was tun, wenn ein Gerät Probleme macht?

Zeichnen sich erste Probleme bei einer Kaffeemaschine oder beim Kaffeevollautomat ab, sollte zunächst die Bedienungsanleitung des Geräts zur Hand genommen werden. Eine solche umfasst in der Regel eine Fehleranalyse, über die man nähere Informationen zum Defekt erhält. Andere Geräte, wie zum Beispiel eine neuere Waschmaschine oder eine Spülmaschine verfügen über ein Display, in dem ein Fehlercode angezeigt wird. Im Idealfall findet man anhand des Fehlercodes oder aber durch die Bedienungsanleitung heraus, wo das Problem liegt und kann es anhand der Anleitung selbst beheben. Dann wird die Garantie nicht davon beeinträchtigt. Hilft die Gebrauchsanweisung nicht weiter, kann telefonisch oder via Mail Kontakt mit dem Händler oder dem Hersteller aufgenommen werden.

Welche Probleme kann man selbst bewerkstelligen

Während der Garantielaufzeit

Innerhalb des Garantiezeitraums kann man durchaus einige kleinere Reparaturen selbst durchführen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn man das Gehäuse öffnen muss, weil dadurch, wie bereits erwähnt, der Garantieanspruch verloren werden kann. Unproblematisch indes ist es, wenn man Bauteile, an die man gut heran kommt, selbst reparieren oder austauschen möchte. Insofern es nur Kleinigkeiten wie

  • Dichtungen
  • z. T. äußere Gehäuseteile
  • Tropfbleche
  • Wassertank
  • Wasserrohre
  • usw.

sind, kann man diese leicht auswechseln. Da nur die wenigsten Händler Ersatzteile anbieten, kann man, wie z. B. Ersatzteile für die Jura Kaffeemaschine, anderer Markenmaschinen oder Kaffeevollautomaten diverser Hersteller sehr gut online bestellen.

Außerhalb der Garantie

Das Einschicken von Küchenelektrogeräten wie Kaffeemaschine oder Kaffeevollautomat lohnt sich je nach Anschaffungspreis des Geräts ebenso wenig, wie das Herbeirufen eines Reparaturdienstes. Zwar kann ein Kostenvoranschlag eingeholt werden. Doch dieser wird häufig in Rechnung gestellt und im Falle, dass man den Reparaturauftrag erteilt, von den Reparaturkosten abgezogen. Nicht selten stellt sich dabei heraus, dass eine professionelle Reparatur nicht mehr wirtschaftlich ist. Dann kann man natürlich darüber nachdenken, ob man selbst reparieren möchte.

Kaffeemaschine & Kaffeevollautomat selbst reparieren

Selbst reparieren spart Geld und schont die Umwelt

Es versteht sich von selbst, dass man ein defektes Elektrogerät immer noch wegwerfen kann, aber es im Sinne der Umwelt und für die Haushaltskasse stets eine Option sein soll, über eine Reparatur nachzudenken. Wenn man handwerklich begabt ist oder jemanden in der Familie bzw. im Freundeskreis hat, den man einspannen kann, lohnt es sich, Ersatzteile zu besorgen. Zumindest dann, wenn man den Fehler ausmachen kann. Meist sind es Kleinigkeiten, die ein Gerät lahm legen können oder eben eine der Dichtungen, die im Laufe der Zeit porös wurde. Dann kostet das Ersatzteil wenige Cent oder Euro, so dass sich das Reparieren definitiv lohnt, wenn durch die Instandsetzung nicht noch größere Kosten hinzu kommen.

Garantie ist abgelaufen – Gehäuse kann geöffnet werden

Bevor man sich nach einer kostenpflichtigen Lösung umschaut, ist es sinnvoll, zu schauen, ob selbst repariert werden kann bzw. ob sich ein Helfer findet. Ist der Garantiezeitraum abgegolten, kann dafür auch das Gehäuse des Kaffeevollautomats oder der Kaffeemaschine geöffnet werden. Hat man das entsprechende Spezialwerkzeug nicht, kann dies meist bei Ersatzteilhändlern für kleines Geld hinzuerworben werden. So lässt sich das Gerätegehäuse öffnen, ohne dass man sichtbare Schäden hinnehmen muss.

Keine Ahnung von Elektronik – Finger weg!

Vorsicht ist jedoch geboten bei der Elektronik. Im Gegensatz zu mechanischen Bauteilen besteht hier Brandgefahr, wenn einem bei der Reparatur ein Fehler unterläuft. Deshalb Kabel und andere elektronische Bauteile nur dann reparieren, wenn man sich damit wirklich auskennt.

Reparatur-Cafe

Ein absolut toller Trend, der uns Verbrauchern sehr zu Gute kommt. Fast in jeder größeren Stadt gibt es inzwischen ein Reparatur-Cafe. Hier haben sich erfahrene Bastelfreudige eingesammelt und organisiert, die kostenlos oder für kleines Geld alte Elektrogeräte versuchen, wieder zum Laufen zu bringen. Oft sind dies Rentner, die mitunter auch eine entsprechende technische Ausbildung vorzuweisen haben. Sie können also in den meisten Fällen gut eine erste Analyse des Defekts vornehmen und sehr oft auch die Reparatur bei Geräten wie Kaffeemaschine, Kaffeevollautomat, Radio, Radiowecker, Lampen usw. erledigen. Reparatur Cafés findet man entweder im Netz oder in regionalen Zeitungen. Die Öffnungszeiten sollten beachtet werden, da diese nicht unbedingt den gewohnten Ladungsöffnungszeiten angepasst sind. Mit dem kaputten Gerät kann man dann ohne Termin ins Café und hoffentlich schon bald wieder mit einem reparierten Stück wieder nach hause gehen. Weiß man, welches Bauteil für den Defekt verantwortlich ist, sollte dies natürlich im Vorfeld besorgt werden, so dass die Bastler den Austausch erledigen können.

Fazit zum Thema Reparatur

Grund, warum wir uns mit diesem Thema befasst haben, ist die Überlegung, ob und wenn ja, wie viel Geld wir für einen Kaffeevollautomat ausgeben sollen. Dieser soll unsere nunmehr 4. oder 5. Padmaschine von Senseo ablösen. Dass wir die Kaffeemaschine für Kaffeepads bisher nicht haben selbst reparieren wollten oder konnten, liegt daran, dass sie bereits in die Jahre gekommen waren und sich angesichts des Kaufpreises (zwischen 40 und 120 Euro) dann die Neuanschaffung lohnte, zumal die Modelle sich in Leistung und Ausstattung deutlich unterschieden. Durch den Neukauf wurde also nicht nur ein Modell ausgetauscht, sondern jedes Mal auch der Kaffeegenuss aufgewertet. Dennoch wollen wir künftig nachhaltiger kaufen und deshalb spielt die Reparaturfähigkeit beim Kaffeevollautomat eine wichtige Rolle und so sind wir bereit, mehr beim Kauf auszugeben, insgesamt ein hochwertigeres Modell anzuschaffen, bei dem sich dann sogar in einigen Jahren eine Reparatur lohnt. Die Tatsache, dass Ersatzteile insbesondere für Markengeräte gut und doch recht günstig erhältlich sind, spricht dafür, beim Kauf mehr Geld auszugeben werden kann und so langfristig betrachtet, endlich mal eine Kaffeestation zu haben, die nicht alle zwei bis drei Jahre komplett ausgetauscht werden muss und die zuverlässig für perfekten Kaffeegenuss sorgt. Was kleinere Sachen wie etwa Dichtungen angelangt, können wir dies selbst reparieren, allerdings für die Elektronik wären wir auf kompetente Unterstützung angewiesen, wo wir gerne zu einem Reparaturcafe gehen würden. Dies ist für uns eine attraktive Lösung, die auch der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz Rechnung trägt.

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