Was ist eigentlich Curry?

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Ein Pulver mit vielen Varianten: Was ist ein Curry?

Wörtlich übersetzt bedeutet es „Sauce“. Dabei ist Curry, oder besser gesagt das Currypulver, wie wir es verwenden, genau genommen keine Sauce und kein einzelnes Gewürz sondern eine Gewürzmischung, die sich mit der aus Indien stammenden sehr würzigen Masala-Mischung vergleichen lässt. Entsprechend besteht Currypulver aus einer Vielzahl von einzelnen Gewürzen. Je nach Zubereitung enthält Currypulver, dessen satter Gelbton durch das Gewürz Kurkuma entsteht, bis zu circa 40 verschiedene würzige Komponenten, von denen viele in den meisten Currypulvern enthalten sind. Dazu gehören zum Beispiel Koriander, Kreuzkümmel, schwarzer Pfeffer, Muskat sowie Ingwer, Kardamon, Paprika und viele Gewürze mehr.

Grobes Curry für würzige Speisen
Grobes Curry für würzige Speisen

Curry für den europäischen Geschmack

Jedes Curry ist eine bestimmte Mixtur unterschiedlicher Gewürze. Daher stimmt auch die Behauptung nicht, dass das Currypulver von den Blättern des Currybaumes stammt. Das Currypulver, wie wir es in der europäischen Küche vorwiegend verwenden, haben die Engländer erfunden, als sie im 18. Jahrhundert als Kolonialherren in Indien verweilten und geschmacklich mit der Vielfalt der Masalas nicht gut zurecht kamen. Also ließen sie für sich ein Currypulver kreieren, das dem europäischen Geschmack besser entsprach.

Süßes Curry mit Chilifäden
Süßes Curry mit Chilifäden

Curry in vielen würzigen Richtungen

Im Handel gibt es Currypulver in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen. Das „Indische Curry“ beispielsweise schmeckt mild und fruchtig, wogegen das „Madras Curry“ aromatischer ist und das „Bengalen Curry“ einen scharfen und pikanten Geschmack hat. Alle Currypulver-Sorten haben aber eines gemeinsam: Sie bieten ein typisch würzig-erdige Aroma. Am besten entfaltet sich das Aroma, wenn Currypulver in etwas Fett angedünstet wird. Jedoch darf das Fett nicht zu heiß werden, da das Pulver sonst verbrennt und bitter schmeckt. Sowohl fertig gekauftes als auch frisch zubereitetes Currypulver sollte in einer Zeit von etwa sechs Monaten verwendet werden. Es hält sich am besten, wenn es kühl, dunkel und trocken in einem luftdichten Behälter aufbewahrt wird – noch besser schmeckt es, wenn man die Gewürze selbst mahlt.

Vom Currypulver zur selbst gemachten Sauce

Hierzulande wird Currypulver am häufigsten in Reisgerichten, zu Lammfleisch aber auch beim Grillen als Sauce zum Marinieren und zum Würzen in der vegetarischen Küche und beim veganen Grillen verwendet. Und natürlich für die beliebte Currywurst, zu der eine köstliche Curry-Sauce nicht fehlen darf. Diese kann man wie folgt sogar selber zubereiten:

400g Zwiebeln, 20g Knoblauch, 30g Ingwer, 1 EL Kurkumapulver, ½ EL Paprikapulver
und ½ EL Garam Masala Gewürzmischung, ½ TL Salz, 125g Dosen-Tomaten, ca. 500-750ml Wasser, 4 EL zerlassene, ungesalzene Butter

Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen. Alles in daumengroße Stücke schneiden. In den Mixer geben, die Hälfte des Wassers dazu, und mixen bis die Mischung sämig wird. Alles in einen Topf mit dem restlichen Wasser und den Zutaten und Gewürzen geben. Etwas Salz hinzu und 30 Minuten köcheln lassen, immer wieder umrühren. Danach abkühlen lassen. Die gekühlte Curry-Grundlage wieder in den Mixer geben und gut mixen, bis alles sämig ist. Dann in einen Behälter geben und aufbewahren. Für das nächste Gericht  einfach 4-6 Esslöffel der Curry-Basis verwenden und mit Fleisch, Fisch, Gemüse usw. anbraten. Guten Appetit.

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